Jugendliche im Berufswahlprozess begleiten

Was gibt es Wichtigeres als die Zukunft unserer Kinder? Richtig, nichts! Erfahren Sie hier, wie Sie Ihr Kind in dieser spannenden, aber auch herausfordernden Phase bestmöglich begleiten und unterstützen können.

Das Schweizer Bildungssystem

Die Berufswahl ist für Jugendliche ein grosser Schritt. Eltern spielen dabei eine entscheidende Rolle. Dieser Bereich bündelt alle wichtigen Infos: vom Schweizer Bildungssystem zum Start des Berufswahlprozesses über die Schnupperlehre bis zur erfolgreichen Lehrstellensuche. 

Wichtig: Alle Wege bleiben offen. Das Schweizer Bildungssystem ist durchlässig – spätere Wechsel und Weiterbildungen sind jederzeit möglich.

Mögliche Wege nach der obligatorischen Schulzeit:

  • Berufslehre (EFZ/EBA) – Der häufigste Weg: praxisnah, bezahlt, mit vielen Weiterbildungsoptionen. 

  • Gymnasium – Führt zur Matura und öffnet den Weg zu Universitäten. 

  • Fachmittelschule (FMS) – Für soziale, pädagogische oder gestalterische Berufe. 

  • Brückenangebote – Für Jugendliche, die mehr Zeit oder Orientierung brauchen. 

Berufswahlprozess sinnvoll begleiten

Eltern sind wichtige Begleitpersonen – nicht Entscheider*innen. So können Sie Ihr Kind unterstützen:

  • Interessen erkennen: Beobachten Sie Stärken, Vorlieben und Alltagssituationen.
  • Realistische Einblicke ermöglichen: Sprechen Sie über Berufe, Arbeitswelten und Zukunftschancen.
  • Selbstständigkeit fördern: Ihr Kind soll eigene Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen.
  • Struktur geben: Helfen Sie beim Planen, Priorisieren und Dranbleiben.

Wichtig: Nehmen Sie den Druck raus. Jugendliche brauchen Raum, um sich auszuprobieren.

Schnupperlehre: Der wichtigste Schritt zur Entscheidung

Eine Schnupperlehre ist oft der Moment, in dem Jugendliche merken: Das passt oder nicht. So können Sie begleiten:

  • Gemeinsam passende Betriebe auswählen: Basierend auf Interessen und Stärken.
  • Gut vorbereiten: Kleidung, Pünktlichkeit, Fragen überlegen.
  • Nachbesprechen: Was hat gefallen? Was nicht? Was hat überrascht?
  • Mut machen: Auch wenn eine Schnupperlehre nicht passt, ist das ein wertvoller Erkenntnisgewinn.

Schnuppern

Lehrstelle finden: So gelingt die Suche

Wenn klar ist, wohin die Reise geht, beginnt die konkrete Lehrstellensuche. Eltern können hier besonders hilfreich sein:

  • Bei der Recherche begleiten: Plattformen, Unternehmensseiten, Infoveranstaltungen.
  • Bewerbungsunterlagen prüfen: Lebenslauf, Bewerbungsschreiben, Zeugnisse.
  • Vorstellungsgespräche üben: Selbstpräsentation, typische Fragen, Auftreten.
  • Dranbleiben und unterstützen: Absagen gehören dazu, Motivation ist entscheidend.